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Augen auf beim
Welpenkauf! |
© Ursula und
Roland Friedrich |
Unsere
Hunde stammen aus Zuchtstätten, die dem Deutschen Retriever-Club e.V. (DRC) angeschlossen
sind. Der DRC ist wiederum Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), und dem
internationalen Dachverband FCI (Fédération Cynologique Internationale). Wir
sind selbst Mitglied im DRC und züchten auch in diesem
Hundezuchtverein. Warum legen wir Wert auf Hunde mit
VDH-Papieren, obwohl es auch Hunde ohne VDH-Papiere oder
ohne irgendwelche Papiere gibt, die gesund sind und dem
Rassestandard entsprechen und obwohl auch in
VDH-kontrollierten Zuchten Krankheiten auftreten können?
Warum setzen wir uns dem von Hundehändlern und
Schwarzzüchtern immer wieder vorgebrachten Vorwurf der
Vereinsmeierei und der Arroganz aus?
Auf diese
Fragen gibt es mindestens zwei wesentliche Antworten.
Die erste lautet: der Hundehandel ist für die Hunde,
ihre Besitzer und die gesamten Rassen die schlimmste
Geißel. Die »Produktion« von Welpen in
Wurfanstalten, die unablässige Ausnutzung der
Mutterhündinnen bis zu deren totaler Erschöpfung, das
Nicht-Beachten der hygienischen Mindestvoraussetzungen,
das Fehlen an Sozialisation der Welpen, die viel zu
frühe Trennung der Welpen von Mutter und Geschwistern
führt zu unsagbarem Unglück bei den betroffenen Hunden
und in aller Regel auch bei den Käufern solcher Welpen,
die in vielen Fällen ihr Leben lang (das oft nur sehr
kurz währt) krank und häufig unfähig zur Bindung an den
Menschen sind. Leider besteht zwischen den Hundehändlern
und den Züchtern, die sich nicht den Vorschriften des
VDHs unterstellen (»Schwarzzüchter«), eine oft enge
Verbindung. So kaufen viele solcher Züchter Welpen vom
Hundehändler zu, um ihre vielleicht tatsächlich
vorhandenen Würfe »aufzustocken«. Dass dies in
betrügerischer Absicht geschieht, ist klar: der
Welpenkäufer kann selbstverständlich im Nachhinein nicht
mehr feststellen, wer die Vorfahren seines Hundes waren,
ja nicht einmal, wer seine Mutter war. Stellt er das
später fest und bemüht sich, doch etwas über den
Hintergrund seines Hundes in Erfahrung zu bringen, wird
er oft merken, dass ihm sein »Züchter« alle notwendigen
Informationen verweigert. So wird in vielen Fällen der
Kontakt der Welpenkäufer untereinander peinlich
vermieden, damit diese nicht gemeinsam gegen den Züchter
vorgehen können.
Dem
kommerziellen Hundehandel muss - vor allem zum Wohl
unserer Hunde und aus tierschützerischen Gründen - mit
allen Kräften Einhalt geboten werden!
Die
zweite Antwort betrifft insbesondere solche Zuchten, die
ohne erkennbare betrügerische Absicht, aber auch ohne
irgendwelche Einsichten in Bedingungen und
Notwendigkeiten der Zucht einfach Hunde vermehren (sonst
würden sie sich den Zuchtbestimmungen der VDH-Vereine ja
nicht entziehen). Sie hängt daher mit dem Prinzip der
Hundezucht überhaupt zusammen. Zucht heißt nicht
blindes, unkontrolliertes Hundevermehren, egal ob aus
emotionalen oder wirtschaftlichen Gründen. Die Reinzucht
einer Rasse besteht ja gerade darin, dass über viele
Generationen hinweg immer nur Hunde mit robuster
Gesundheit und mit den für die Rasse erwünschten
Eigenschaften ausgewählt und zur Zucht verwendet werden.
Die verwendeten Linien und ihre Eigenschaften, die
Gesundheitswerte und die Prüfungsergebnisse aller Ahnen
und Nachkommen müssen selbstverständlich lückenlos
dokumentiert sein, damit eine positive Wirkung der Zucht
auf die Rasse überhaupt möglich ist. Kein Tier, das den
Zuchtbestimmungen nicht entspricht, darf zur Zucht
zugelassen werden.
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Nur
VDH-Papiere bieten Gewähr dafür, dass die in ihnen
dokumentierte Abstammung für den Hund auch den
Tatsachen entspricht, dass die Zuchtbuch-führende
Stelle eine unabhängige Instanz ist. Viele andere
»Zuchtvereine« geben Blankoformulare aus, die vom
Züchter selbst nach seinen Wünschen ausgefüllt
werden. Darin findet man dann Angaben über
Elterntiere, die zum Zeitpunkt des Deckens schon
nicht mehr lebten, es tauchen offensichtlich falsche
Zuchtbuchnummern auf oder es werden Rüden als
Hündinnen und umgekehrt aufgeführt. Wer sicher sein
möchte, dass die in der Ahnentafel seines Hundes
aufgeführten Vorfahren auch tatsächlich die
Vorfahren seines Hundes sind, der muss einen Hund
von einem VDH-Züchter erwerben. (Vorsicht: es
tauchen vermehrt Hunde nur mit FCI-Papieren auf,
insbesondere aus Massenzuchten im Ostblock und an
der holländisch-deutschen Grenze. Diese Papiere sind
in vielen Fällen - obwohl FCI-genehmigt -
gefälscht!) dassdie Zuchtbücher der VDH-Vereine
geschlossen sind, ist es nicht gestattet, fremde
Rassen, die unter Umständen für eine andere Rasse
unerwünschte Eigenschaften einbringt, einzukreuzen
(z.B. goldener Hovawart und Golden Retriever; es
kann unerwünschte Schärfe und Aggression auftreten;
eine solche Paarung ist aber vom Welpenkäufer u.U.
nicht zu bemerken).
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Die
dem VDH angeschlossenen Zuchtvereine kontrollieren
ihre Züchter und deren Zuchtstätten. Die Züchter
müssen Sachkenntnis medizinischer und allgemein
kynologischer Art nachweisen; sie müssen auch
nachweisen, dass sie in der Lage sind, für eine
optimale Entwicklung und vor allem Prägung und
Sozialisierung der Welpen zu sorgen, solange diese
noch bei der Mutterhündin sind. Die Zuchtstätten
müssen nicht nur den gesetzlichen Bestimmungen
genügen, sondern es werden hohe Ansprüche an Platz
und Ausstattung gestellt. Jeder Zwinger wird vor
seiner Zulassung kontrolliert. Der Züchter ist
verpflichtet, seinen Welpenkäufern alle verfügbaren
Informationen über den Welpen weiterzugeben; er wird
sich darüberhinaus weiter selbst verpflichten,
»seine« Welpenkäufer während des gesamten Lebens der
von ihm gezüchteten Hunde mit Rat und Tat zu
unterstützen.
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Die
dem VDH angeschlossenen Zuchtvereine sind
verpflichtet, ihren Züchtern bestimmte
Mindestauflagen zu machen bezüglich der für eine
Zuchtzulassung notwendigen gesundheitlichen
Untersuchungen ihrer Zuchttiere. Im DRC bedeutet
das, dass der Hund mit mindestens einem Jahr an
Hüftgelenken und Ellbogen geröntgt wird und dass
diese Röntgenaufnahmen durch einen hierfür vom
Verein bestellten Gutachter beurteilt und
klassifiziert werden. Es kommt häufig vor, dass der
Röntgen-Tierarzt selbst eine vom Gutachter
abweichende Einschätzung abgibt, wodurch eine
Vergleichbarkeit der Ergebnisse nicht möglich ist.
Nur begutachtete Ergebnisse sind vergleichbar und
damit auch aussagefähig.
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Zusätzlich zu Hüftgelenken und Ellbogen müssen
Zuchttiere jährlich auf erbliche Augenkrankheiten
untersucht werden.
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Speziell für die Retrieverzucht gilt: die
VDH-Vereine verlange von ihren Zuchttieren einen
Wesenstest. Es soll gewährleistet sein, dass nur
sichere, unaggressive, freundliche, schussfeste
Retriever mit dem typischen Wesen in die Zucht
gelangen. Viele derjenigen Hunde, mit denen
außerhalb des VDHs gezüchtet wird, waren selbst -
oder ihre Vorfahren - Hunde mit VDH-Papieren, die
jedoch die Zuchtzulassung aus Gesundheits- oder
Wesensgründen nicht erhalten konnten. Wenn mit
solchen Hunden dennoch gezüchtet wird, ist dies für
die Rasse selbstverständlich von Schaden, da die
Gefahr des Verlusts rassetypischer Eigenschaften
groß ist. Dies zeigt sich leider immer häufiger in
Berichten über aggressive, sogar dem Menschen
gegenüber bissige und unerziehbare Retriever - sehr
zum Schaden des Ansehens unserer Retrieverrassen.
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Der
DRC bietet für Hunde mit VDH-Papieren eine Vielzahl
an Ausbildungsmöglichkeiten und retrievergerechten
Prüfungen. Diese stehen Hunden ohne VDH-Papiere und
deren Führern nicht zur Verfügung, da Schwarzzucht
und Hundehandel nicht unterstützt werden dürfen. Die
völlig rationalen Gründe hierfür wurden oben
erläutert - das hat also nichts mit Arroganz und
Ausgrenzung zu tun. Ebenso ist auch der von
Schwarzzüchtern oft gebrauchte Vorwurf der
Vereinsmeierei unhaltbar: man muss nicht
DRC-Mitglied sein, um seinen Hund auf einem
DRC-Platz ausbilden zu können - nur der Hund muss
aus den genannten Gründen VDH/FCI-Papiere haben.
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Achtung: Der "Deutsche Rassehunde Club", der sich
auch "DRC" abkürzt, ist nicht Mitglied im VDH und
der FCI. Die in diesem Club gezüchteten Retriever
erhalten keine Papiere des Deutschen Retriever Clubs
e.V.!
Achtung:
1. DRC e. V. ist nicht gleich DRC e. V.!
Ein anderer
Verein, der nicht wie der Deutsche Retriever
Club VDH-Mitglied ist, der "Deutsche
Rassehundeclub" firmiert unter derselben
Abkürzung. Dies führt leider immer wieder zu
Fehlinformationen und Enttäuschungen bei den
Welpenkäufern. Achten Sie daher
unbedingt auf die Bestätigung der
VDH/FCI-Mitgliedschaft!
2. Unkontrollierte Zucht mit Hunden aus
FCI-Abstammung
Zur Zeit treten
vermehrt Züchter auf, die – meist von
ahnungslosen Züchtern aus dem Ausland –
Welpen mit FCI-Papieren erworben haben, die
sich selbst jedoch der Kontrolle der
VDH-Vereine nicht unterwerfen wollen. Um
Welpeninteressenten zu täuschen, verwenden
einige sogar langjährig geschützte
FCI-Zwingernamen. Achten Sie daher
beim Welpenkauf darauf, dass der Zwinger/die
Zuchtstätte durch den VDH/die FCI geschützt
ist und dass nicht nur die Elterntiere
FCI/VDH-Papiere haben, sondern auch die
Welpen sie erhalten! Fragen Sie im
Zweifelsfall bei den VDH-angeschlossenen
Retrieverzuchtvereinen DRC/GRC/LCD nach, ob ein bestimmter Züchter dort
anerkannt ist oder nicht. |
© Ursula und
Roland Friedrich
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